Verein für Polizei-und Schutzhunde 1912 Neu-Isenburg e.V.
Verein für Polizei-und Schutzhunde1912 Neu-Isenburg e.V.
Die Internationale Prüfungsordnung (IPO)
Zu der IPO gehören drei Kategorien:
Die Fährte
Die Unterordnung
Der Schutzdienst
Insgesamt gibt es 3 Prüfungsklassen. IPO l , IPO ll und IPO lll .
Die Fährte:
Hier ist Kopf und Nasenarbeit gefragt. Dem Hund wird, wie unten erklärt, eine Fährte gelegt und er muss nach einer gewissen Zeit auf die Fährte und sie erschnüffeln. Auf dem Weg befinden sich Gegenstände. Wenn der Hund an den Gegenständen ist, muss er sie verweisen zum Beispiel im Liegen. Hier wird kein Kommando für das liegen gegeben.
IPO l:
Hier darf der eigene Hundeführer dem Hund eine Fährte legen. Die Fährte muss min. 300 Schritte lang sein, 3 Schenkel haben, 2 Winkel (ca. 90°), 2 Gegenstände und bevor man mit dem Hund auf die Fährte geht muss die Fährte min. 20 Min alt sein.
IPO ll:
Hier muss ein Fremder dem Hund eine Fährte legen( Fremdfährte). Die Fährte muss min. 400 Schritte lang sein, 3 Schenkel haben, 2 Winkel (ca. 90°), 2 Gegenstände und bevor man mit dem Hund auf die Fährte geht muss die Fährte min. 30 Min alt sein.
IPO lll:
Hier muss ein Fremder dem Hund eine Fährte legen( Fremdfährte). Die Fährte muss min. 600 Schritte lang sein, 5 Schenkel haben, 4 Winkel (ca. 90°), 3 Gegenstände und bevor man mit dem Hund auf die Fährte geht muss die Fährte min.60 Min alt sein.
Die Unterordnung:
Die Unterordnung beinhaltet mehrere Übungen. Während der Übung sind immer zwei Hunde auf dem Platz. Ein Hund läuft die Unterordnung und der andere Hund liegt in der Ablage.
IPO l:
Übung 1: Freifolge
Die Freifolge beginnt man immer von der Grundstellung aus (Der Hund wird ohne Leine geführt!) Es beginnt die Unterordnung mit dem Wort „Fuß“. Der Hundeführer geht 50 Schritte Geradeaus ohne anzuhalten währenddessen wird zweimal von außerhalb geschossen. Dann folgt eine Kehrtwendung. Man läuft 10 bis 15 Schritte Richtung Ausgangsposition im Normalschritt, dann jeweils min. 10 Schritte im lauf- und langsamen Schritt. Jetzt kommen noch zwei Rechte und eine Linke Kehrtwendung.
Janine mit Nico
Übung 2: Sitz aus der Bewegung
Aus der Grundstellung geht der Hundeführer mit seinem freifolgenden Hund geradeaus. Nach 10-15 Schritten kommt von dem Hundeführer das Hörzeichen „Sitz“ und der Hundeführer läuft weiter.
Übung 3: Ablegen in Verbindung mit Herankommen
Aus der Grundstellung geht der Hundeführer mit seinem freifolgenden Hund geradeaus. Nach 10-15 Schritten kommt von dem Hundeführer das Hörzeichen „Platz“ und der Hundeführer läuft 30 Schritte weiter und bleibt kurz stehen und dreht sich dann zu seinem Hund. Dann wird der Hund mit dem Hörzeichen „Hier“ zu dem Hundeführer gerufen. Wenn der Hund angekommen ist sollte er im Sitz vor dem Hundeführer sitzen.
Dieter mit Ronny
Übung 4: Bringen auf ebener Erde
Der Hundeführer geht mit dem Hund in die Grundstellung und wirft ein Appotierholz ca. 10 m Geradeaus. Der Hundeführer gibt dann dem Hund das Kommando „ Bring“. Der Hund muss nun dem Hundeführer das Appotierholz bringen und mit dem Holz vor dem Hundeführer sitzen bleiben. Der Hundeführer muss dem Hund das Holz abnehmen.
Ronny
Übung 5: Bringen über eine Hürde
Der Hundeführer geht mit dem Hund in ca. 5 Schritte vor der Hürde in die Grundstellung und wirft ein Appotierholz über die Hürde Geradeaus. Der Hundeführer gibt dann dem Hund das Kommando „ Spring“. Wenn der Hund dann das Holz im Maul hat muss er auf das Kommando „Bring“ über die Hürde wieder zurück zum Hundeführer. Der Hund muss nun dem Hundeführer das Appotierholz bringen und mit dem Holz vor dem Hundeführer sitzen bleiben. Der Hundeführer muss dem Hund das Holz abnehmen.
Dieter mit Ronny
Janine mit Nico
Übung 6: Bringen über eine Schrägwand
Der Hundeführer geht mit dem Hund in ca. 5 Schritte vor der Hürde in die Grundstellung und wirft ein Appotierholz über die Hürde Geradeaus. Der Hundeführer gibt dann dem Hund das Kommando „ Spring“. Wenn der Hund dann das Holz im Maul hat muss er auf das Kommando „Bring“ über die Hürde wieder zurück zum Hundeführer. Der Hund muss nun dem Hundeführer das Appotierholz bringen und mit dem Holz vor dem Hundeführer sitzen bleiben. Der Hundeführer muss dem Hund das Holz abnehmen.
Dieter mit Ronny
Janine mit Nico
Übung 7: Voraussenden mit Hinlegen
Aus der Grundstellung läuft der Hundeführer mit dem Hund 10-15 Schritte. Dann kommt vom Hundeführer das Kommando „ Voraus“. Nun muss der Hund Geradeaus weiter rennen und der Hundeführer bleibt stehen. Nach ca. 30 Schritten kommt dann das Kommando „Platz“ und der Hund muss sich sofort ablegen und darauf warten, dass ihn der Hundeführer abholt.
Übung 8: Ablegen unter Ablenkung
Der Hundeführer legt seinen Hund mit dem Kommando „Platz“ ab und entfernt sich ca. 30 Schritte von dem Hund. Während der Hund liegt läuft ein anderer Hundeführer mit seinem Hund die Unterordnung. Auch hier wird zweimal von außen geschossen.
Ronny
Zur IPO ll und IPO lll:
Der Unterschied bei der IPO ll und lll ist, dass in der Übung bei IPO ll ein „Steh“ aus dem normalen Schritt und bei lll aus dem Laufschritt dazu kommt. Außerdem ändert sich der Abstand zu den Übungen und die Gewichte von dem Appotierholz.
Der Schutzdienst:
Der Schutzdienst beinhaltet mehrere Übungen. Begleitet wird der Schutzdienst von einem Helfer. Ein ganz wichtiger Punkt hier ist, dass der Schutzdienst mit dem Hund erst dann begonnen wird wenn die Unterordnung stimmt.
IPO l:
Revieren bedeutet, dass der Hund und der Hundeführer sich in Höhe von dem zweiten Versteck auf die Mitte und mit dem Gesicht Richtung Versteck 2 gedreht steht. Der Helfer steht mit dem Hetzärmel im ersten Versteck. Von dem Hundeführer kommt dann das Kommando „Revier“ und der Hund muss dann um das zweite Versteck rennen, schauen ob sich vielleicht dort der Helfer befindet.
Dieter mit Ronny
Wenn der Hund um das Versteck rumgelaufen ist kommt dann vom Hundeführer das Kommando „Hier“, wenn der Hund dann in Richtung des Hundeführers rennt wird er weiter in das erste Versteck geschickt. Dort angekommen verbellt der Hund den Helfer solange bis der Hundeführer bei ihm ist und den Hund mit den Kommandos „Hier“ und „Fuß“ zu sich ruft. Danach kommt die kurze Flucht.
Das heißt, der Hund wird ca. 3m neben den Helfer gelegt und der Hundeführer begibt sich in das Versteck. Nun ist der Hund auf sich alleine gestellt. Der Hund bewacht den Helfer und sobald der Helfer versucht wegzulaufen, rennt der Hund zu dem Helfer und beißt Ihm in den Arm. Wenn der Helfer dann wieder ruhig steht, kommt von dem Hundeführer das Kommando „Aus“ und der Hund muss den Ärmel ablassen.

Timo mit Ronny

Der Helfer muss dabei natürlich still stehen. Nach ca. 5 Sekunden verübt der Helfer dann aber einen Angriff auf den Hund und der Hund muss schnell reagieren ohne auf das Kommando vom Hundeführer beißt er dem Helfer dann wieder in den Arm.

Timo mit Ronny

Es werden zwei Tests durch Stockbelastung durchgeführt. Anschließend kommt die lange Flucht. Bei der langen Flucht muss der Hund auf große Distanz aus dem Sitz auf den Helfer zu rennen und in den Arm reinbeißen. Auch hier kommt wieder das Kommando „Aus“ vom Hundeführer. Allerdings wird das Kommando auch wieder aus weiter Distanz zum Hund gerufen. Jetzt folgt noch der Transport.

Helfer mit Janine und Nico

Der Helfer muss entwaffnet werden. Der Hundeführer geht neben den Helfer und nimmt Ihm den Stock ab. Der Hund läuft in der Mitte. Der Hund beobachtet den Helfer. Nun wird der Helfer gestellt und entwaffnet.
Zu IPO ll und lll:
Bei IPO ll wird der Hund nun statt um zwei, um vier Verstecke geschickt. Bei IPO lll wird er um sechs Verstecke geschickt. Nach der kurzen Flucht kommt hier noch der Rückentransport mit dazu. Man geht zu dem Hund, der den Helfer noch von der kurzen Flucht bewacht, hin und sagt dem Helfer, dass er sich umdrehen soll und Fünf Schritte Voraus gehen soll. Nun läuft der Helfer voran. Dann dreht er sich um und macht einen Angriff. Der Hund muss schnell reagieren und dem Helfer in den Arm beißen. Der Rest ist wie oben beschrieben.

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